Was ist Flamenco?

Der Flamenco drückt mehrere scheinbar widersprüchliche Gefühle gleichzeitig aus: sowohl unbändige Leidenschaft und Empörung, als auch Schmerz, Not und tiefe Verzweiflung.

Der Flamenco-Tanz ist ein Sammelbegriff für über fünfzig verschiedene Tanzstile und Tanztechniken. Je nach Stil kommen unterschiedliche Requisiten zum Einsatz: Flamenco-Fächer, Tücher, Hüte, Kastagnetten.

Wenn du die Liedzeilen hörst und das Stampfen des Tanzens, wirkt das zunächst wuchtig, mächtig, allumfassend.

Die Krankheit begreiflich machen

Schon erwähnt. Ich arbeitete in einer Selbsthilfegruppe. Dort berichteten mir viele Betroffene, dass sie nicht malen können. Wir wollten mit gemalten Bildern, der Krankheit eine andere Ausdrucksweise geben. Dieser Glaube hängt oft mit Erfahrungen aus der Schulzeit zusammen. Wo Bilder irgendwie zu sein haben. Ich war betroffen, denn diese Menschen trauten sich nicht, etwas aufs Papier zu bringen, aus Angst vor einer Bewertung. Aber darum ging es nicht.

Es gibt noch andere Wege. Du kannst Bilder für die Krankheit ausdenken, oder sie vergleichen mit etwas, was du kennst. Die Assoziation von Bildern mit Dingen, die wir uns merken wollen, ist beim Gedächtnistraining hilfreich. Sie kann auch helfen, die Krankheit begreiflicher zu machen. Ich versuche es: Du bist wie eine Schneeglocke

Ein leidenschaftlicher Tanz – Flamenco

In den 80ern kam ein Film in den Kinos von Carlos Saura. Flamenco erzählte die Geschichte Bizets Oper „Carmen“. Damals ahnte ich nichts von der Krankheit Fibromyalgie-Syndrom, aber dieser Tanz hat mich fasziniert und ich belegte einen Kurs.

In Carmen geht es um eine umgarnte, selbstbewusste Zigeunerin, in der sich ein Soldat hoffnungslos verliebt. Er engt sie mit seiner Liebe ein.

Eine Liedzeile ist:

„Die Liebe ist ein widerspenstiger Vogel,

den nichts zähmen kann,….


In dem Video, zeigt die Mimik und die Interpretation von Maria Callas was ich mit dem „Kapriziösen“ usw.. meine. Habt ein wenig Geduld, es dauert ein paar Minuten, bis sie anfängt zu singen, aber dann!

Wie passen Fibromyalgie und Flamenco zusammen?

Das Fibromyalgie-Syndrom passt ebenfalls in keinem Muster, folgt keinen Regeln. Jede Betroffene erlebt sie etwas anders. Bisher, lies sie sich nicht durch Medikamenten oder Behandlungen kontrollieren. Lindern kann man die Krankheit, heilen noch nicht.

Das Fibromyalgie-Syndrom ist auch ein Sammelbegriff für viele Symptome.

Ich will die Fibromyalgie nicht mit der Liebe vergleichen Dennoch, diese Widerspenstigkeit, das Kapriziöse, der Schmerz, die Not und die tiefe Verzweiflung sind auch Eigenschaften dieser Krankheit, finde ich.

Fibromyalgie wird, in Fortbildungen über die Krankheit, als „schillernd“ und „mysteriös“ beschrieben. Bisher fand ich das für mich abwertend und diskriminierend. Stelle ich mir die Krankheit als einen Flamenco vor, dann treffen diese Worte sogar zu. Dabei will ich sie nicht verharmlosen. Das ist ein Bild, das es mir ermöglicht, in Gedanken etwas entgegenzusetzen.

Wie meine ich das? Beim Flamenco tanzt manchmal eine Person sehr entschlossen in einer Richtung, wird aber dann von einer Person aus der anderen Richtung zurückgedrängt. Das ist für mich ein Bild, das sagt, „Du (die Krankheit) bestimmst nicht alles, ich bin auch da und kann dir entgegentreten und was tun.“

Das Bild ist nicht ganz konstant in der Aussage. Du kannst aber auf dieser Art die Krankheit mit etwas Positiven in deinem Kopf verbinden, und das wirkt sich aus. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/positives-denken-haelt-gesund-ia.html

Welche Bilder helfen dir?


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Hast du schon mal versucht, ein Bild für die Krankheit zu finden?x

Was ist heute gut gelaufen?

Ein Mantra von mir, das ich mit wechselndem Erfolg versuche zu beherzigen ist: „Schau was geht, (nicht was nicht mehr geht)!

In dieser Stimmung bin ich ganz mutig und sage, suche das Positive in deiner Krankheit. Wie bitte? Was soll daran positiv sein, dass ich ständig Schmerzen haben, mich nicht konzentrieren kann, dauernd auf die Toilette muss, nicht schlafen kann u.v.m.?

Dieser Blog nimmt mich seit einer Weile in Beschlag. Auch eine Begebenheit der Krankheit, ich brauche länger, um Dinge zu tun. Wenn ich jetzt das Thema Corona Pandemie anspreche, dann komme ich in einer ganz schwierigen Phase. Viele sind orientierungslos, da es von Land zu Land verschiedene Lockerungsbestimmungen gibt. Auch Protestbewegungen formieren sich. Mein Thema ist ein anderes.

Während der Zeit des strengeren Lock-Downs, sind viele positive Eigenschaften zum Vorschein getreten: Hilfsbereitschaft, Einsicht, bewusste Kommunikation, das Schätzen der einfachen Dinge, wir kochten wieder selber und haben zusammen gegessen. (Das hat alles andere Aspekte, aber bleiben wir dabei)

Viele positive Botschaften sind mittels, Brief, Handy, Musik, Video, Klatschen u.v.m. geschickt worden.

Die Krankheit haben wir. Da geht es um die Akzeptanz. Ein einfaches Wort – ein sehr schwieriger Prozess.

Wie wäre es, wenn wir die positiven Botschaften in unserer Krankheit suchen? Neue belebende Bekanntschaften, ein Lob von einem Arzt/Therapeuten oder eine Freundin, ein neues Hobby, erfahrene Nächstenliebe, den Hund oder ein anderes Haustier, das uns bedingungslose Liebe gibt und uns ermutigt uns zu bewegen.  Neue Eigenschaften die wir haben – Geduld, Empathie. Ich bin sicher, es fällt dir was ein.

Von unserem Dachverband die DFV e.V., wurden wir ermutigt, ein positives Tagebuch zu führen. „Was ist heute gut gelaufen?“ Ich mache das nicht jeden Tag, aber manchmal. Es verändert den Blick.

Positive Botschaften – ein Bumerang

Das ist ein Auszug aus einer E-Mail an einer Bücherei, wo ich häufig bin.

„Die Bücherei, in dem Ort, wo ich teilweise aufgewachsen bin, (möglichweise hatte ich das schon erzählt) war mein sicherer Hafen. Ich hatte eine unruhige Kindheit. Ich habe dort natürlich gelesen, aber auch gelernt, Hausaufgaben gemacht und bin einfach auch dorthin geflüchtet. Und dieses „Sicherer Hafen“-Gefühl ist geblieben. Jede Bücherei hat seine Stärken und seinen eigenen Charm, wie auch die Ihre. Bei Ihnen leihe ich viele Kochbücher aus. Man könnte sich fragen, ob ich mal ein richtiges Buch lese. Ich kann, aufgrund meiner Schmerzkrankheit, eigentlich kein Buch richtig halten, ich lese Bücher oft aus der Online-Bücherei. Die Liebe zum Kochen und Ausprobieren, habe ich von meiner Mutter. Man sagt, die Engländer können nicht kochen. Das stimmt so nicht. Meine Mutter ist auch auf den Andamanen (Inseln um Indischen Ozean unterhalb Myanmar, gehören zu Indien) aufgewachsen, war auch kulinarisch anders beeinflusst. Das Kochen ist für mich meditativ und therapeutisch. Das alltägliche „Was soll ich heute kochen?“ finde ich trotzdem mal lästig, das gebe ich zu. Ich bin dabei, einen Blog aufzubauen mit alten Rezepten, die einem ein wohliges Gefühl vermitteln.

So viel wollte ich nicht schreiben. Aber jetzt haben sie eine Ahnung, warum mein Kopf manchmal woanders ist. Es gab und gibt einfach so viel zu tun und verarbeiten. Ich versuche demnächst vorbeizukommen…… „

Wochenlang konnten wir nicht in die Bücherei. Letzte Woche war ich wieder dort. Die Bibliothekarin sagte mir, das sei die schönste E-Mail, die sie in der Bücherei je bekommen hätte. Das hat mich wiederum auch sehr gefreut.

Die Botschaft

Die Botschaft ist:

  1. Finde Bilder für deine Krankheit, die sie dir „begreiflich“ machen.
  2. Hab auch ein Auge für die guten Dinge, die dir widerfahren, bemerke sie. Wenn du willst, schreibe sie auf. Und erinnere dich daran.

Und jetzt noch zum Schluss:

In dem Video, zeigt die Mimik und die Interpretation von Maria Callas was ich mit dem „Kapriziösen“ usw.. meine. Habt ein wenig Geduld, es dauert ein paar Minuten, bis sie anfängt zu singen, aber dann!

Photo by Stéphan Valentin on Unsplash

Quelle:

Der Einfluss von Gedanken und Gefühlen auf die Gesundheit. (2019, Februar 28). Abgerufen 23. Mai 2020, von https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/der-einfluss-von-gedanken-und-gefuehlen-auf-die-gesundheit/

Anmerkung:

Ich bin kein Arzt und kein Therapeut. Ich schreibe über meine Erfahrungen und recherchiere dazu. Außerdem habe ich einige Jahre in der Selbsthilfe gearbeitet. Und letztendlich leide ich seit vielen Jahren an dem Fibromyalgie-Syndrom und Schmerzen bedingt durch andere Krankheiten.

Der Blog soll informativ und unterhaltsam sein. Mehr nicht.

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